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Lass dich von der faszinierenden Welt georgischer Weine mitreißen. Georgien gilt als eine der Ursprungsschmieden des Weinbaus — hier reichen Tradition und Weinbaugeschichte tausende Jahre zurück, und das schmeckt man: Georgische Weine erzählen von uralten Rebsorten, mineralischem Terroir, lebendiger Frucht und einer besonderen Verbindung zwischen Handwerk und Kultur.
Weine in Amphoren aus Ton
Wenn du georgische Weine entdeckst, wirst du zuerst auf autochthone Rebsorten treffen, die sonst kaum irgendwo so präsent sind. Weißweine aus Rkatsiteli bestechen durch Frische, feine Frucht und oft eine leicht würzige Mineralität, während Mtsvane lebhafte, duftige Akzente bringt. Bei Roten ist Saperavi die große lokale Legende: tiefdunkel, tanninreich, mit intensiven Beerenaromen und großem Lagerpotenzial. Daneben findest du weniger bekannte, aber spannende Sorten wie Kisi, Khikhvi, Ojaleshi oder Tavkveri — jede bringt ihre eigene Textur, Säurestruktur und Aromatik mit.
Ein prägendes Merkmal georgischer Weinbereitung ist die Qvevri-Tradition: Große, bis zu hunderte Jahre alte Tongefäße, die in den Boden eingelassen werden. In ihnen wird Most und Wein zusammen mit Schalen, Kernen und manchmal Stielen vergoren — ein Prozess, der intensive Farbe, komplexe Tannine und eine erdige, oft leicht rustikale Aromatik erzeugt. Diese naturverbundene Methode verleiht vielen georgischen Orange- und Rotweinen ihre besondere Tiefe. Gleichzeitig findest du in Georgien aber auch moderne Weine, die im Edelstahl ausgebaut werden und sehr klar, frisch und zugänglich sind — ideal, wenn du klassische Fruchtaromen bevorzugst.
Geschmack georgischer Weine
Georgische Weine sind unglaublich vielseitig in der Küche. Ein trockener Rkatsiteli passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten und hellen Vorspeisen, während ein aromatischer Amber- oder Orangewein mit komplexer Textur wunderbar zu würzigen Gerichten, orientalisch gewürzten Speisen oder reifen Käsesorten harmoniert. Saperavi begleitet kräftige Fleischgerichte, Schmorgerichte und gereifte Käsesorten — er ist ein kraftvoller Partner für herzhafte Gaumenfreuden.
Beim Verkosten lohnt es sich, offen zu sein: Manche Weine überraschen mit ungewohnten Noten wie getrockneten Kräutern, Rauch, Nussigkeit oder einer markanten Mineralität. Die Säurestruktur vieler georgischer Weißweine ist oft lebhaft und macht sie sehr trinkfreudig, während die Rotweine mit dichten Frucht- und Tanninprofilen auch reifen und sich mit Jahren noch weiterentwickeln können.
Was muss man über georgische Weine wissen?
Wenn du georgische Weine kaufst, achte auf zwei Dinge: die Rebsorte und die Herstellungsweise. Qvevri-Ausbau, Edelstahl oder Barrique beeinflussen Stil und Textur stark. Probier am Anfang mehrere Stile — frisch-leichte, klare Weißweine, aromatische Orange-Weine und kräftige Rotweine — so findest du schnell deinen Favoriten. Viele Winzer arbeiten heute nachhaltig und naturnah, sodass du auch auf biologische oder naturnahe Labels achten kannst, falls dir das wichtig ist.
Besuche Georgien, wenn du die Gelegenheit hast: Weinreisen ins Alazani-Tal oder nach Imeretien eröffnen dir Einblicke in traditionelle Keller, Familientraditionen und moderne Winzermanufakturen. Vor Ort schmeckst du den Zusammenhang zwischen Landschaft, Klima und Rebsorte am intensivsten — und erlebst Gastfreundschaft, die Wein und Kultur eng verbindet.
Fazit
Georgische Weine sind eine Einladung zum Entdecken — reich an Geschichte, Charakter und überraschenden Aromen. Egal, ob du etwas Bodenständiges für den Alltag suchst oder ein außergewöhnliches Flaschenunikat für besondere Anlässe: In Georgien findest du Weine, die neugierig machen, Erinnerungen schaffen und deine Weinwelt bereichern.











































