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Artikel: Qualitätsstufen - DOCG, DOC und IGT

Qualitätsstufen - DOCG, DOC und IGT

Qualitätsstufen - DOCG, DOC und IGT

Verschiedene Qualitätsmerkmale spielen eine zentrale Rolle:

  • Herkunft: Aus welcher Region stammen die Trauben?
  • Sortenreinheit: Welche Rebsorten wurden für den Wein verwendet?
  • Traubenqualität: Diese hängt maßgeblich vom Reifegrad und der Erntemenge der Trauben ab.
  • Herstellung: Traditionelle Methoden und deren charakteristischer Einfluss auf die Weinqualität.
  • Endprodukt: Die abschließende Qualität wird durch chemische und sensorische Analysen bewertet.

Dabei unterscheidet man zwischen zwei Systemen zur Klassifizierung von Qualitätsstufen: der traditionellen italienischen Einteilung, die 1960 eingeführt wurde, und der europaweit einheitlichen Klassifizierung, die seit 2012 gilt.

Zum Einstieg in die unterschiedlichen Qualitätsstufen, finden ihr hier einen Überblick der Herkunftsbezeichnungen im Vergleich zu denen in Deutschland bzw. Europa.

Qualitätsstufen der Weine

Klassifizierung (IT) Klassifizierung (EU) Klassifizierung (DE)
DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) DOP (Denominazione di Origine Protetta)
(Wein mit geschützter Herkunftsbezeichnung)
Qualitätswein (Wein mit geschütztem Ursprung)
DOC (Denominazione di Origine Controllata)
IGT (Indicazione Geografica Tipica) IGP (Indicazione Geografica Protetta) Landwein (Wein mit geschützter geographischer Angabe)
Vini generici (allg. Weine) Vini

 

Wichtige Merkmale der DOCG-Klassifizierung

  • Höchste Qualitätsstufe: DOCG steht für "kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung" und ist die höchste Klassifizierung für italienische Weine.
  • Voraussetzung: Ein Wein muss zuvor mindestens 7 Jahre lang das DOC-Siegel getragen haben, bevor er zur DOCG-Prüfung zugelassen wird.
  • Strenge Produktionsregeln:
    • Nur zugelassene Rebsorten dürfen verwendet werden.
    • Ernteerträge sind limitiert und müssen aus einem definierten geografischen Gebiet stammen.
    • Jeder Schritt der Weinproduktion, von der Traubenreife bis zur Abfüllung, wird überwacht.
  • Qualitätsprüfung:
    • Jeder DOCG-Wein unterliegt einer umfassenden chemischen und sensorischen Analyse.
    • Eine professionelle Kommission verkostet den Wein, um die höchste Qualität sicherzustellen.
  • Authentizitätssicherung: Jede DOCG-Flasche trägt eine nummerierte Prüfbanderole, um Fälschungen zu verhindern.
  • Erstvergabe 1980: Die ersten Weine mit DOCG-Status waren Brunello di Montalcino, Nobile di Montepulciano, Chianti Classico (Toskana), Barolo und Barbaresco (Piemont).

Wichtige Merkmale der DOC-Klassifizierung

  • Definition und Einführung:
    • DOC steht für "Denominazione di Origine Controllata" und bedeutet "kontrollierte Ursprungsbezeichnung".
    • Das Gesetz wurde am 12. Juli 1963 verabschiedet, inspiriert von der französischen AOC-Klassifikation.
    • Der erste DOC-Wein war der Weißwein Vernaccia di San Gimignano aus der Toskana (heute DOCG).
  • Ziele und Bedeutung:
    • Schaffung eines Qualitätsstandards für italienische Weine.
    • Entscheidender Beitrag zur Anerkennung und zum internationalen Erfolg italienischer Weine.
  • Kontrollierte Parameter:
    • Überwachung von Rebsorten, geografischer Herkunft und Reifegrad der Trauben.
    • Kontrolle der Weinanbaupraktiken und Sicherstellung der Einhaltung regionaler Traditionen.
    • Begrenzte Erntemengen, um die Qualität zu gewährleisten.
  • Produktvielfalt:
    • Die DOC-Kategorie erlaubt eine größere Vielfalt im Vergleich zur DOCG-Klassifizierung.
    • Beliebte Produkte wie Prosecco und Rosé-Sekt tragen häufig das DOC-Siegel.
  • Meilenstein in der Weinwelt:
    • Die Einführung des DOC-Systems markierte den Beginn einer neuen Ära und trug maßgeblich zur weltweiten Reputation italienischer Weine bei.

Wichtige Merkmale der IGT-Klassifizierung

  • Definition und Bedeutung:
    • IGT steht für "Indicazione Geografica Tipica" und bedeutet "typische geografische Angabe".
    • Sie entspricht der französischen Kategorie "Vin de Pays".
  • Geografischer Ursprung:
    • Mindestens 85 % der Trauben müssen aus einem bestimmten geografischen Gebiet stammen.
    • Der Weinherstellungsprozess unterliegt abschließender Kontrolle und Begutachtung.
  • Flexibilität für Winzer:
    • Weniger strenge Vorschriften im Vergleich zu DOC und DOCG.
    • Ermöglicht Experimente mit unkonventionellen Rebsorten (z. B. Merlot oder Cabernet Sauvignon) und innovativen Herstellungsmethoden.
  • Qualität und Innovation:
    • Die Kategorie erlaubt es, qualitativ hochwertige und kreative Weine zu produzieren, die sich oft nicht an traditionelle Regeln binden.
    • Viele IGT-Weine haben eine hervorragende Qualität und genießen internationalen Ruhm.
  • Berühmte Beispiele:
    • Die sogenannten Supertoskaner wie Tignanello und Ornellaia, die in den 1970er und 1980er Jahren aus internationalen Rebsorten in der Toskana entstanden, trugen wesentlich zur Anerkennung der IGT-Kategorie bei.
    • Diese Weine werden heute als Klassiker unter Sammlern geschätzt.

Wichtige Merkmale der Europäischen Klassifizierung

  • Einheitliche Klassifikation: Seit 2012 gilt eine dreistufige Klassifizierung für geschützte Bezeichnungen in der gesamten EU:
    1. Indicazione Geografica Protetta (IGP): Geschützte geografische Angabe.
    2. Denominazione di Origine Protetta (DOP): Geschützte Ursprungsbezeichnung.
    3. DOP mit zusätzlicher geografischer Angabe oder Unterregion: Für spezifischere Herkunftsbezeichnungen.
  • Harmonisierte Regelung: Diese Klassifizierung ersetzt nationale Bezeichnungen, um eine einheitliche Kennzeichnung und Qualitätsbewertung in Europa zu gewährleisten.
  • Flexibilität für Mitgliedsstaaten: Mitgliedsstaaten dürfen weiterhin ihre traditionellen Bezeichnungen parallel nutzen. Dies ermöglicht es, nationale Besonderheiten und regionale Identitäten zu bewahren.
  • Bevorzugung traditioneller Begriffe: Die meisten Weingüter, insbesondere in Italien, verwenden weiterhin die bekannten Bezeichnungen wie IGT, DOC oder DOCG. Diese Begriffe sind bei Konsumenten etabliert und vermitteln am besten die Qualität und Einzigartigkeit der jeweiligen Weinregion.

Weitere italienische Qualitätsmerkmale

Classico

  • Ursprüngliches Anbaugebiet: Der Begriff Classico bezeichnet DOC- oder DOCG-Weine, die aus den historisch festgelegten, ursprünglichen Anbaugebieten stammen.
  • Begrenzte Herkunft: Die Trauben müssen aus einem gesetzlich definierten, kleineren Teilgebiet innerhalb der Region kommen. Beispiel: Beim Soave Classico DOC müssen die Trauben aus bestimmten Bereichen der Gemeinden Soave und Monteforte d’Alpone stammen.
  • Strengere QualitätskriterienClassico-Weine unterliegen strengeren Vorschriften als vergleichbare Weine ohne diesen Zusatz. Dazu gehören eine reduzierte maximale Erntemenge pro Hektar und höhere Anforderungen an den Mindestalkoholgehalt.
  • Erhalt der Tradition: Der Zusatz Classico garantiert, dass der Wein die Tradition und den Charakter seines ursprünglichen Herkunftsgebiets widerspiegelt.

Superiore

  • Strengere ProduktionsauflagenSuperiore-Weine unterliegen strengeren Vorschriften als reguläre DOC- oder DOCG-Weine.
  • Reduzierter Höchstertrag: Die maximal zulässige Erntemenge pro Hektar ist geringer, was die Qualität der Trauben verbessern soll.
  • Höherer AlkoholgehaltSuperiore-Weine müssen einen höheren Mindestalkoholgehalt aufweisen, was auf eine längere Reifung und intensivere Aromen hinweist.
  • Verlängerte Reifezeit: Diese Weine müssen oft eine längere Reifezeit durchlaufen, bevor sie auf den Markt kommen dürfen, um ihr volles Potenzial zu entfalten

Riserva

  • Höchste QualitätsstufeRiserva-Weine repräsentieren die Spitzenqualität innerhalb der DOC- und DOCG-Kategorien.
  • Verlängerte Reifezeit: Die Weine müssen deutlich länger reifen als herkömmliche DOC- oder DOCG-Weine. Die genaue Dauer ist jedoch abhängig von den Vorschriften der jeweiligen Herkunftsbezeichnung.
  • Erweiterte Aromenvielfalt: Die zusätzliche Reifezeit trägt zur Entwicklung eines komplexeren und intensiveren Geschmacksprofils bei.
  • Höherer Status innerhalb der KlassifizierungRiserva-Weine gelten als Prestigeprodukte, die sorgfältige Herstellung und lange Lagerung widerspiegeln.

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